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Glaube praktisch

Der Apostel Paulus schreibt  im 13. Kap. des 1. Korintherbriefes (gekürzt):

Wenn ich alle Erkenntnis hätte und alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.  Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.  Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. 5 Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, läßt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.  Unsre Erkenntnis aber vergeht. Denn als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind - aber als ich ein Mann wurde, legte ich ab, was Kind an mir war. Letztlich bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

Am Anfang war das Wort - in der Tat ! Christlicher Glaube will gelebt werden. Ein schönes Beispiel für gelebten Glauben sind die Worte und Gedanken, die sich eine Hausfrau und Mutter in Bezug auf  diese Paulusworte  machte.  Jo Ann Merrell überträgt sie auf ihren Lebensalltag so:
„Lebte ich in einem Haus von makelloser Schönheit und Ordnung und hätte keine Liebe, so wäre ich eine Haushälterin, keine Mutter. Hätte ich Zeit zum Waschen, Polieren und Dekorieren und hätte keine Liebe, so lernten meine Kinder zwar Sauberkeit und Ordnung, aber nicht, was göttliche Reinheit ist.

Liebe übersieht den Schmutz auf der Suche nach dem Lächeln des Kindes.

Liebe freut sich über die winzigen Fingerabdrücke an der frisch geputzten Fensterscheibe.

Liebe wischt erst die Tränen ab, bevor sie die verschüttete Milch aufwäscht.

Liebe ist einfach da, wenn man sie braucht. Sie weist zurecht, korrigiert und reagiert.

Liebe krabbelt mit dem Baby, läuft mit dem Dreikäsehoch, rennt mit dem Schulkind und tritt zur Seite, damit der Jugendliche erwachsen werden kann.

Liebe ist der Schlüssel, der das Herz deines Kindes für Gottes frohe Botschaft aufschließt.

Bevor ich Mutter wurde, rühmte ich mich meiner perfekten Hausfrauenfähigkeiten. Nun rühme ich Gott über dem Wunder meines Kindes. Als Mutter muss ich mein Kind vieles lehren; aber das Größte und Wichtigste von allem ist die Liebe.“